Erste Station für mich als frisch gebackenem Diplom Betriebswirt und Vater war die persönliche Assistenz des Geschäftsführers der Firma Felo in Neustadt. Felo ist ein Produzent von hochwertigen Schraubendrehern und Bits. Heute zum Würth-Konzern gehörend war es zur damaligen Zeit ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Meine Aufgaben bestanden darin, im Vertrieb und Marketing Strukturen und Prozesse zu verbessern und zu implementieren. Ein guter Start in das Berufsleben in einem mittelständigen, produzierenden Unternehmen, geführt von einem Unternehmer „alter Schule“. Perfekt, um erste Erfahrungen im Geschäftsleben mit Kollegen und Kunden zu sammeln.

Nach ca. 2 ½ Jahren wechselte ich zur Firma International Building Products, kurz IBP GmbH. Unter den Sanitär- und Heizungshandwerkern sowie -händlern besser als Bänninger bekannt. Seit April 1992 bin ich bei IBP in verschiedenen Funktionen mit immer neuen Aufgaben und Verantwortlichkeiten beschäftigt gewesen. Nicht ganz der amerikanische Traum „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, aber immerhin habe ich mich durch Fleiß, Ausdauer und Können vom Assistenten zum Geschäftsführer und ins internationale Management hochgearbeitet:

  • 1992 - 1994 Assistent des Geschäftsführers
  • 1994 - 1996 Leiter des Vertriebsinnendienstes
  • 1996 - 2000 Produktmanagement und Marketing
  • 2000 - 2001 Vertriebs- und Marketingleiter
  • 2001 - 2005 Geschäftsführer der IBP GmbH
  • 2005 - 2016 Business Unit Director Central Europe (D-A-CH-Cz/Sk)

Daneben habe ich immer wieder Aufgaben für die international aufgestellte Firmengruppe übernommen.

  • Ich half den Kollegen vor Ort beim Aufbau ihrer Märkte in Benelux, Osteuropa oder Skandinavien.
  • Projekte, wie die Reorganisation von Vertriebsstrukturen in Skandinavien und Benelux oder die Suche und vertragliche Bindung von Marktpartnern in Nordamerika, gehörten ebenso zu meinen Tätigkeiten.
  • Ab 2015 war ich für die Gruppe als Koordinator für den umsatzstärksten und wichtigsten Produktbereich (Pressfittings) zuständig und suchte weltweit nach neuen Absatzmärkte für dieses strategische Wachstumsprodukt, wie z.B. in Australien, Kanada, USA.
  • In meiner Funktion als sogenannter Key Account Manager betreute ich den größten, europaweit tätigen Kunden der Unternehmens-Gruppe mit einem beträchtlichen Anteil am Gesamtumsatz.

Neben meiner Rolle als Vertriebsdirektor war ich zudem für die beiden Standorte in Linden und Wetzlar mit ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantwortlich, mit einer Umsatzverantwortung liim mittleren zweistelligen Millionenbereich.

In den Jahren als Geschäftsführer der IBP GmbH war ich für ca. 300 Mitarbeiter/innen und einem noch mal um gut 30% höheren Umsatz verantwortlich. Ich hatte die schwierige Aufgabe, die Produktion und Logistik von Gießen an unsere Standorte in Spanien und Polen zu verlagern. Keine schöne und einfache Aufgabe. Aber es ist meinem Management-Team und mir gelungen, dies erfolgreich und vor allem sozialverträglich zu meistern.

In den Geschäftsjahren von 2001 bis 2011 gehörte die IBP-Gruppe zu immer wieder wechselnden Finanzinvestoren. Mit allen Vor- und Nachteilen, insbesondere jedoch mit wenig finanziellem Spielraum. Seit 2011 in eine industrielle Investorengruppe integriert mit dem Schwerpunkt auf die Sanitär- und Heizungsbranche, befindet sich das Unternehmen glücklicherweise  in deutlich ruhigerem Fahrwasser. Ich wünsche meinem ehemaligen Kolleginnen und Kollegen alles Gute für die weitere Zukunft.